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Es hört nie auf...

In der Winterpause 2000/2001 sind weitere Arbeiten zu erledigen. Diesmal jedoch in der Hauptsache technische Dinge. Der fehlende Heckkorb störte mich. Im Esys-Forum erfuhr ich von den Diakonischen Werkstätten für Behinderte in Potsdam, die derartige Arbeiten ausführen. Nach vielen Messungen und einigen Telefonaten mit Herrn Peetsch (Tel. 0331/763-3332) aus der Metallwerkstatt konnte ich maßstabsgenaue Zeichnungen schicken und einige Wochen später den (zweigeteilten) Korb abholen. Integriert in den Heckkorb ist eine abnehmbare Maststütze.

Das war direkt nach dem allerersten Kranen auf dem Weg zum Liegeplatz.  Der Mast ist noch nicht gestellt. Bb und Stb sind zwei Holztritte zu erkennen, die ich allerdings zwischenzeitlich abgebaut habe. Unterhalb dieser Platten ist der Endpunkt der Seereling. Keine Spur eines Heckkorbs.

Der neue Heckkorb. Rechts sind die zwei Züge der Seereling zu erkennen. An der linken Senkrechten die zwei angeschweissten Hülsen, durch welche die Masthalterung geführt wird. An den Fußpunkten der Reling sind starke Augen angeschweisst. Vorne rechts eine der vier neuen massiven Edelstahlklampen.

Hier ist auch noch einmal der Heckkorb mit der Maststütze zu sehen sowie die neue Relingsstütze, die eingebaut werden musste für eine vernünftige Seereling. Die Maststütze besteht aus den beiden seitlichen Rohren mit einem angeschweissten kurzen Rohrstück. Am Ende des kurzen Stücks ist ein rechteckiges Blech von 5mm Stärke aufgeschweisst in der Breite des Rohres und  der dreifachen Länge, oben und unten Bohrungen für Befestigungsleinen und in der Mitte eine Bohrung für ein Rundeisen, auf welches eine einfache Kielrolle montiert ist. Rundeisen in die entsprechenden Löcher und beide Rohre gleichzeitig in die Laschen setzen: fertig!

Die Montage des Heckkorbs und der neuen hinteren Edelstahlklampen ist eine knifflige Angelegenheit, alles muss mit großen Unterlegscheiben oder extra gebohrten starken Blechen unterlegt werden.

 Alle vorhandenen Winschen und Klemmen sind aus Tufnol (einem Kunststoff). Die Genuawinschen werden durch Lewmar 1-Gang- Winschen ersetzt, eine Lewmar-Winsch kommt für die Fallleinen, davor ein 3-er Klemmblock für die in die Plicht umgelenkten Fallen.

Der alte Zustand. Links und rechts je zwei Curry-Klemmen, links eine Winsch.

Neu. Unter der Winsch ist im Sandwichdeck serienmäßig eine Aluminiumplatte einlaminiert.

Der Blick nach hinten. Leider nicht so gut zu erkennen die alte Schotwinsch und die Fallwinsch.

Die neue Schotwinsch. Auch hier ist eine Alu-Platte einlaminiert. Die Edelstahlklampe (auf beiden Seiten achtern und zusätzlich auch zweimal vorne) habe ich zusammen mit dem Heckkorb  eingebaut, natürlich auch entsprechend unterfüttert.

Der Ersteigner hatte ein doppeltes Vorstag montiert. Dieses tausche ich jetzt aus gegen einen  Fockroller mit Fallschlitten von top-reff 2000. Der Vorteil einer solchen Anlage ist, dass die vorhandenen Vorsegel mit Stagreiter weiter genutzt werden können. Der Nachteil dieser gebraucht gekauften Anlage war, dass das Vorstag der Tuuli etwa 50 cm lnger war. Gelöst wurde das Problem  durch ein zwischengesetztes 6mm-Edelstahlrundeisen mit Augterminals.

Der Niedergang wird durch eine Klappe aus Laminat verschlossen. Diese Klappe hatte der Vorbesitzer  im oberen Bereich durchgesägt und mit Scharnieren versehen. Zudem hatte er im oberen und unteren Teil Plexiglasscheiben (von innen) eingesetzt. Die Scheiben waren etwas undicht, die Konstruktion als  solche auch nicht mehr sehr schön. Ich habe das Ober- und Unterteil an den Innen- und Aussenseiten laminiert, dann die Scheiben herausgenommen. Alle Löcher wurden gespachtelt, das Ganze mehrfach  geschliffen, dann grundiert und lackiert. Eine entsprechend große Plexiglasscheibe (6mm stark) habe ich zugeschnitten und von aussen mit Sikaflex aufgeklebt.

Hier ist das alte Schott zum Teil zu sehen. In der oberen Scheibe ist auch noch eine Lüftungsrosette eingeschraubt.

Unter der Logge ist eine Halterung für ein Hand-GPS. Auf der anderen Seite des Niedergangs ist der Cassens&Plath Kompass eingebaut.

Und hier das neu gemachte Stück. Den Scheibenrand habe ich mitlackiert. Mittig aufgesetzt ist eine 6mm starke an den Enden um 90° gebogene Edelstahlstange, die auf zwei großen  Unterlegscheiben aufgeschweisst ist. Ein identisches Stück ist an der Innenseite, beide sind gegeneinander geschraubt. Die umlaufende Dichtung, das Schloss und die Gardine sind auch neu.

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