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Arbeit, Arbeit, Arbeit...

Ich hatte das große Glück, eine Halle auf einem Bauernhof in der Nähe für drei Monate und wenig Geld anmieten zu können. Hier ging es dann meistens zusammen mit meinem Freund Roland an die Arbeit.

Von innen war die TUULI zu großen Teilen mit einem geriffelten braunen Skaibezug versehen.

Das Vorschiff: In der Mitte die Maststütze und daran der Tisch, vorne links im  Bild Pantry mit Spülbecken, vorne rechts der Schrank. Die Bb-Seite ist bereits mit Teppichboden beklebt.

Die Stb-Seite freigelegt vom Skai-Bezug. Deutlich zu erkennen das Orangerot des  Rumpfes. Mittig befindet sich die Aufnahmehalterung für den Rückenbügel, auch noch in braun.

Dieser wurde komplett entfernt. Wir achteten darauf, dass der alte Bezug nicht beschädigt wurde. Schwierig war es teilweise mit den Kleberesten. Ich entschied mich für einen hellgrauen Teppichboden, der mit Spezialkleber auf die  Flächen des alten Skaimaterials geklebt wurde. Die alten Bezugsstücke dienten als Vorlage zum Zurechtschneiden des Teppichbodens.

Hier sind beide Seiten beklebt und Roland bestreicht die Decke mit Kleber für einen hellgrauen Schaumstoffbelag. Wir bekleben nur bestimmte, konturierte Bereiche. Sämtliche sichtbaren Übergänge zwischen Teppichboden und Schaumstoffbelag und Rumpf,  Schrank oder Decke werden mit einer schwarzen 12mm Leine (Ankerleine) abgeklebt. Hierfür verwenden wir einen normalen Heißklebepistole.

Schwierig war es bei starken Krümmungen: hier musste das Material mehrfach leicht eingeschnitten werden. Das Ergebnis lässt sich sehen.

 

Der Vorbesitzer hatte die Backbordhundekoje durch zwei in die Plicht offene Zinkstaukästen entfremdet.  Der hintere nahm den Benzinkanister auf, im vorderen wurde eine Rettungsinsel verstaut. Darunter also direkt auf dem Boden der Koje, waren mehrere Plastikstauwannen befestigt. Hier sollte wieder eine vollwertige Koje entstehen.

Die Stb-Hundekoje . Noch mit Skai-Bezug versehen. Beide Hundekojen sind  relativ gross und bequem. Unter den Kojen ist reichlich Stauraum.

Die Bb-Hundekoje nach Entfernen des Skai-Bezugs. Wir konnten nur mit einem Spatel  arbeiten. Zusätzlich zum Rumpf werden auch noch die Flächen zur Plicht und Platten am Kojenende mit Teppichboden beklebt.

Von innen klebt ich eine nach dem Entfernen der vorderen Wanne eine Sperrholzplatte mit Polyester und  Glasfaser auf. Von außen klebe ich eine weitere Platte in den Abmessungen der Öffnung und etwas dünner als das GFK-Material auf und decke das Ganze mit einer Glasfasermatte ab. Dasselbe  nochmals von innen. Anschließend das Übliche: spachteln und viel, viel schleifen. Nach hinten, zu der verbliebenen Wanne wird ein Stück Sperrholz einlaminiert. Anschließend wird auch hier alles mit  Teppichboden verkleidet.

Eine Aufnahme des einlaminierten Sperrholzes von aussen. Links ist  die hintere Öffnung zu sehen. Hier hat der Vorbesitzer die runde Öffnung zur (sehr kleinen) Backskiste rechteckig ausgeschnitten und eine Zinkwanne eingesetzt. Hier steht  sich der Benzinkanister für den Aussenborder.

Die Bb-Süllwand. Hier hatte der Ersteigner eine Öffnung in das GfK geschnitten. Das störte doch erheblich beim Anlehnen. Auch hier: Sperrholz eingesetzt, von innen und aussen laminieren, dann spachteln.

Die Oberseite des Niedergangs hatte der Voreigner aufgeschnitten und mit zwei Scharniere zum Aufklappen versehen. Dies wird auch wieder einlaminiert ebenso wie eine mit einer Klappe versehene Öffnung auf der Backbordsüllwand.

 

Da das Boot nie mit mehr als höchstens vier Personen gesegelt wird entferne ich den im Vorschiff befindlichen klappbaren Rückenbügel.

 

Der Ersteigner bestellte sein Schiff ohne WC, welches normalerweise werftseitig im Schrank auf der  Steuerbordseite eingebaut wurde. Stattdessen wurde eine Pütz benutzt, die unter der Plicht stand, zugängig von innen. Statt einer Pütz steht hier jetzt ein Porta Potti.

 

Einen weiteren, davor befindlichen sehr schmalen Schrank, der auch nach unten bis zum Rumpf durchgeht, entferne ich. In das nach unten offene Schapp baue ich die bislang noch nicht vorhanden gewesene Elektrik: einen FI-Schutzschchalter mit Sicherung, zwei 220V-Steckdosen, ein Mobitronic IUOU-Automatikladegerät, eine Gel-Batterie. Abgedeckt wird das Ganze mit einer passgenauen Sperrholzplatte. Das Landstromkabel wird zum Ankerkasten geführt.

Hier ist der große Kleiderschrank zu sehen mit ausgebauten Türen. Werftseitig  vorgesehen für ein Pump-WC (s. Test). In den unteren Bereich kommt noch ein Kabelschacht.

Hier der ehemalige schmale Kleiderschrank. Tür, Seiten- und Oberteil sind bereits  entfernt. Rechts ist der alte Skai-Bezug. Links oben an der Holzwand sind die drei alten einfachen Schalterzu sehen. Hier kommt die neue Schalttafel hin.

Das “Untergeschoss” des ehemaligen Schranks. Links das Mobitronic-Ladegerät,  darüber eine 220V-Steckdose, rechts der 220V-Eingang mit FI-Schutzschalter, darunter der Holzboden für den Batteriekasten.. Abgedeckt wird das Ganze mit einer Sperrholzplatte.

Im Schrank werden eine 6-er Schalttafel und zwei 12-Volt Steckdosen montiert.  An den jetzt vorhandenen  vier Kojen befestige ich drehbare 5-Watt Halogenleuchten. Eine weitere Leuchte ist über der Pantry. Außen am Mast werden zwei neue Steckdosen für DHI-Beleuchtung montiert.

Hier ist der Schrank mit der Schalttafel. Rechts neben der Schalttafel eine 12-Volt-Steckdose, daneben eine 5-Watt  Halogenleuchte, darunter ein von mir gebauter klappbarer Tisch mit unterteiltem Fach für Bücher und Karten. Oben ist die aufgeklebte schwarze 12mm-Leine zu erkennen, mit der die Übergänge abgedeckt  sind. Am Rumpf der graue Teppichboden. Unter dem bunten Kissen das “Elektro-Abteil”.

Für die Pantry wird ein neuer 2-Flammen-Gaskocher gekauft. Die Whale-Fußpumpe für Frischwasser wird erneuert.

 

Das komplette Unterwasserschiff wird nass geschliffen. Osmose ist nicht vorhanden. Ich trage 6 mal  VC TAR 2 Epoxy auf. Anschließend Antifouling.

 

Der Rumpf war in einem 1970 höchst modernen orange-rot eingefärbt. Ich schleife ihn nass und streiche dann mit einer dunkelblauen 1-Komponentenfarbe von Sikkens

Deutlich zu sehen ist, dass kein Wasserpass zu sehen ist. Der ehemals vorhandene  wurde auch mit VC-Tar2 gestrichen.

Das Blau kommt auf dem Foto leider nicht richtig zur Geltung. Es ist ein sehr schönes Dunkelblau, dreimal mit Pinsel und Pad aufgetragen. Im Anschluss wurde wieder der Wasserpass gestrichen und das Antifouling aufgetragen.

Eine NASA-Target Logge wird auch noch montiert. Ich zeichne den Durchmesser für den Geber auf den  Rumpf und bohre mit einem 5mm-Bohrer entlang des Kreises. Anschließend wird der Rand gebrochen, gesäubert und versiegelt. Dann wird der Geber mit reichlich Sikaflex eingesetzt.

Der Motor wurde in einer Fachwerkstatt komplett überholt. (Das lasse ich seitdem jeden Winter machen mit dem Ergebnis, dass ich nie Probleme habe).

Ende April 2000, nach vielen Abenden und Wochenenden, ist es soweit: Abfahrt zum Hafen Watersportcentrum Mid Friesland in Terherne/Friesland. Hier wird für eine Saison die TUULI liegen.

Klar zur Abfahrt.

Erstmals nach 10 Jahren im Wasser. Der Hafen in Terherne, hinter der TUULI die Dever 700 von Wolfgang.

Das ist Terheme aus der Luft. Der Yachthafen Watersportcentrum Mid Friesland ist relativ neu und auf diesem Bild noch nicht vorhanden: er befindet sich am rechten Bildrand etwas oberhalb der Mitte, rechts oberhalb der Zugbrücke. Der See am linken oberen Bildrand ist das Sneekermeer. Die Blickrichtung ist ungefähr in nördliche Richtung.

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